In der Ausgabe vom 6. März 2009 findet sich in der CZ ein großer „Hintergrundbericht“ rund um „Neonazis“, „Rechtsextremisten“ und andere Personen und Gruppen welche nicht in das Raster der Gutmenschen und Politversager passen. Da wir, wie seinerzeit schon andere, davon ausgehen, dass schlechte Presse besser als gar keine ist und man erst bekannt sein muss um beliebt zu werden, werten wir diese Berichterstattung als willkommene Teilnahme an unserer diesjährigen Propagandaoffensive und kostenlose Werbung für unsere Weltanschauung.
Ein klares Indiz, dass wir mit unserer Einschätzung richtig liegen, ist die Anzahl der Zugriffe auf unsere Netzseite, unmittelbar nach solchen Zeitungsberichten und das verstärkte Aufkommen von Anfragen seitens Schülern und jungen Cellern, welche sich aktiv am Kampf um eine bessere Heimat beteiligen wollen oder weiterführende Informationen anfordern.
Neben dem „Hauptartikel“ unter der Überschrift: „Celle ist schon eine Nummer“ Neonazis werden aktiver – Vom Ordner zum Redner: Dennis Bührig ist Schlüsselfigur der rechten Szene, finden sich fünf weitere Artikel welche diese Thematik zum Inhalt haben.
In einem dieser Artikel geht es um unsere allseits bekannten und gleichfalls beliebten Sonnwendfeiern am Rande von Eschede, in einem anderen um „Riegers Griff nach Gerdehaus“.
In zwei weiteren wirbt die Cellesche Zeitung für die vom 10. bis 19. März stattfindende „Aktionswoche gegen Rechtsextremismus“ sowie für eine Vortagsveranstaltung welche vom „Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus“ unter dem Titel „Die Extreme Rechte und die Soziale Frage“ am 12. März ab 19 Uhr in der Kreuzkirche Celle, Windmühlenstr. 45a, veranstaltet wird.
Natürlich rufen auch wir alle objektiven Celler auf, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen und das dort Behauptete kritisch zu hinterfragen!
Abschließend gibt die CZ Hilfestellung.
Unter der Überschrift: „Hier gibt es Hilfe und Rat gegen Neonazis“ bewerben die Verfasser unter anderem die „Antifaschistische Aktion Celle“ und das „Bunte Haus“. Beide „Institutionen“ geraten zwar von Zeit zu Zeit selber, aufgrund von Drogen und Gewaltdelikten in den Fokus der Celleschen Zeitung und der Justiz, dennoch sind sie willige Lakaien im Kampf gegen die volkstreue Jugendbewegung! In wie weit die „Antifaschistische Aktion“ bei diesen Dingen Hilfestellung leistet, zeigt sich meist in Form von Schmierereien und Sachbeschädigungen an Wohnhäusern von Nationalisten oder dessen Eigentum sowie körperlichen Angriffen auf junge Menschen die nicht in ihr verwirrtes Weltbild passen!
Das die Grenzen zwischen Staat, „freier“ Presse und linken Randalierern immer weiter verwischen, zeigt sich hier einmal mehr in aller Deutlichkeit.
Cellesche Zeitung vom 06.03.2009
„Celle ist schon eine Nummer“ Neonazis werden aktiver
Vom Ordner zum Redner: Dennis Bührig ist Schlüsselfigur der rechten Szene
Wehrsportübungen im Westkreis, regelmäßige ‘Infostände’ in der Celler Innenstadt, dazu streckte der rechtsextremistische Rechtsanwalt Jürgen Rieger die hand nach dem Landkreis Celle aus und der Hof des Bauern Joachim Nahtz etabliert sich immer mehr zum Treffpunkt der Neonazi-Szene und das mir überregionaler Ausstrahlung. Die Rechtsradikalen in der Region haben ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren verstärkt.
Von Günther Jehle
CELLE Wenn am kommenden Dienstag in der CD-Kaserne die Aktionswochen gegen Rechtsextremismus eröffnet werden, werden viele allgemeine Informationen rund um das Thema präsentiert werden. Die Veranstaltund bietet aber auch die Gelegenheit sich über die Lage speziell in Celle zu informieren. Das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus, deren Mitglieder seit Jahren die Neonazi-Szene vor Ort beobachten, haben auf etwa 15 Schautafeln zusammengestellt, wie die ‘lokalen Größen’ vernetzt sind, auch überregional.
Als Themenfelder werden unter anderem die Aktivitäten auf dem Hof Nahtz in Eschede, die Werbung der Neonazis unter Kindern und Jugendlichen, Wehrsportgruppen und auch die Celler Kameradschaft 73 dargestellt. „Die Kameradschaft 73 hat gute Kontakte. Etwa zu Nazianwalt Jürgen Rieger, zum Hamburger Rechtsextremisten Christian Worch, zu anderen Kameradschaften, mit denen auch gemeinsame Aktionen durchgeführt werden, wie die Snevern Jungs. Und die Aktivitäten haben zugenommen. Die Celler sind schon eine Nummer in der Szene“, heißt es beim Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus.
1999 wurde die gewaltbereite Kameradschaft 73, zu der derzeit ein harter Kern von etwa einem Dutzend Mitgliedern gezählt wird, gegründet. Führender Kopf der Organisation war lange Zeit Klaus Hellmund. Eines seiner Ziele: Der Kampf gegen das Bunte Haus.
Dazu rief er eigens eine „Bürgerinitiative“ ins Leben. Doch deren Aktivitäten nehmen ständig ab.
Schließlich schwächt sich die Kameradschaft selbst. Von Juli 2004 bis Dezember 2005 muß Hellmund ins Gefängnis. Er war zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er bei einem Skinhead Konzert mit einer Holzlatte auf Polizeibeamte losgegangen war. Hellmunds Stellvertreter, Dennis Bührig, kann die Führungsrolle anfangs nicht ausfüllen. Mittlerweile hat er sich allerdings zu der Schlüsselfigur der rechtsextremen Szene in Celle hochgedient.
Er gilt als die treibene Kraft hinter den Aktionen auf dem Hof Nahtz in Eschede.
Weiteres Beispiel: Bührig, der auf Neonazi-Veranstaltungen lange Zeit als ‘Ordner’ unterwegs war, darf seit ein paar Jahren Reden halten, während sich Hellmund eine Medienbinde umhängt und ins zweite Glied zurück getreten ist.
Bührig tut sich zudem als Anmelder und Mitorganisator von Demonstrationen und Aufmärschen hervor. Im vergangenen Jahr hat er bei der Großdemo der Neonazis in Hamburg zum 1. Mai einen Bus mit Rechtsradikalen in die Hansestadt gesteuert.
Bei der Veranstaltung war es zu schweren Ausschreitungen gekommen, als rechte Autonome auf Gegendemonstranten der linken Szene losgingen. Die 1. Mai Demonstration, die in wenigen Wochen in Hannover stattfindet, ist von Bührig angemeldet worden.
Sowohl Bührig als auch Hellmund suchen den Schulterschluß zur NPD, traten 2008 für die Partei bei der Landtagswahl an. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide sind wegen Gewalttaten im Zusammenhang mit ihrer rechtsextremen Gesinnung vorbestraft.
„Insgesamt betrachtet hat sich die Szene gewandelt. Vor ein paar Jahren hat man noch etwas verschämt seine Propaganda verbreitet, jetzt gehen die Neonazis offensiver und freier mir ihren Gedankengut um“, so ein Kenner der Celler Verhältnisse.



