In den Morgenstunden des 11. März rückten ca. 50 Beamte der Polizei Celle und Hannover sowie Ermittler des LKA im kleinen Dörfchen Meißendorf bei Winsen/ Aller (Landkreis Celle) ein, um die Demokratie vor einer „Rechtsextremen Wehrsportgruppe“ zu schützen. polizei

Laut Polizeiangaben gab sich die „Gruppe“ den Namen „Division 88“ und soll sich für einen bewaffneten Kampf gegen „muslimische Terroristen“ vorbereitet haben. Die Ausbeute der pressewirksamen Polizeioperation war allerdings mehr als spärlich, bei insg. vier jungen Erwachsenen und drei jugendlichen Meißendorfern, wurden ein paar Luftgewehre, Schreckschuss-, Softair-, sowie Dekowaffen beschlagnahmt.

Allerdings „sollen möglicherweise“ teilweise Umbauten an den Dekowaffen vorgenommen worden sein. Dieses wäre natürlich illegal, allerdings hört sich „möglicherweise“ noch nicht so dramatisch an, wie es den Anschein haben sollte. Ob irgendeiner der beschlagnahmten Gegenstände für einen „bewaffneten Kampf“ zu gebrauchen gewesen wäre stellen wir an dieser Stelle erst einmal in Frage. Auch der Begriff „Wehrsportgruppe“, welcher immer wieder von der Presse hervor gekramt wird, sobald ein angeblicher oder tatsächlicher Nationalist ein Taschenmesser mit sich trägt, erscheint uns ein wenig abwegig. Vielmehr wird es sich um ein paar gelangweilte Jungen handeln, welche in Ihrer Freizeit gerne mit ihrem Luftgewehr auf Dosen schießen, so wie es übrigens auch andere Jugendliche machen, die sich keine Namen wie „Division 88“ geben.

Fest steht, daß keiner der „überführten Krieger“ politisch aktiv war. Das, was aus ihnen „Neonazis“ macht, sind lediglich zwei Achten und ein paar Totenkopfaufnäher!

Siehe auch: NDR Online

Taz

Von Redax, 12. März 2009, 22:24 Uhr