Am Sonntag den 16. März befanden sich unter den nicht sehr zahlreichen Besuchern der Wanderausstellung gegen „Rechtsextremismus“, auch uns nahe stehende Personen.
An dieser Stelle nun ein kurzer Bericht, welcher uns von einer Besucherin bereitgestellt wurde:

Wanderausstellung
Tag der offenen Tür am 15.03.2009
Voller Erwartung machten wir uns auf den Weg in die CD Kaserne, denn neben den bereits bekannten Stelltafeln des Staatsschutzes sollte es eine Sonderausstellung über Aktivitäten der rechten Szene aus Celle und Umgebung geben.
Der Eingang, bewacht von Polizei und Staatsschutz lag verlassen vor uns.
Suchend blickten wir uns um, um Anzeichen der bis zu 7000 erwarteten Besucher zu sehen.
Gleich im Eingangsbereich befanden sich auch das ‚Glanzstück’ der Ausstellung, Informationen über Naziaktivitäten in und um Celle, bestehend aus drei Schulprojekten, einem Film, und eine Sammlung der Zeitungsberichte der Celleschen Zeitung, angefangen vom 23.01.2006 bis zum 13.02.2009.
Die BBS II bastelte unter Anleitung von Herrn Tetzlaff ein Memory- Metallrahmen, an denen Fotos den Informationen über die entsprechenden Personen zugeordnet werden sollten, die GHS Neustadt entwarf unter Herrn Thomas Trenn „Rassismus in der Kiste“ und auch die Klasse HH08E beteiligte sich mit einem Schulhofprojekt.
Die Wände bestanden aus gesammelten Werken aus den Informationen der CZ über Celler Aktivisten, Joachim Nahtz, Jürgen Rieger und Wehrsportvereinen von denen wir bis dahin noch nichts gehört hatten. Leider vermissten wir noch Angaben von Schuhgröße und Gewicht.
Ohne die Basteleien der Schulen also eine Zusammenfassung unserer Regionalzeitung.
Wer wundert sich über unser Bildungsniveau, wenn Schüler ihre Zeit damit verbringen, Sprüche auf den Schulhof zu schreiben, oder kleine Kisten zu basteln? Ob das in späteren Bewerbungen schlechte Schulnoten ausgleichen kann?
Besonders aufmerksame Besuchen hatten die Möglichkeit einen Fragebogen auszufüllen und als ‚Belohnung’ eine DVD mit Berichten und Interviews mit Bandmitgliedern aus Musikgruppen wie Fettes Brot, Die toten Hosen oder Wir sind Helden zu erhalten.
Ansonsten waren auch die Tafeln vom letzten Jahr aufgestellt, mit Informationen über die Aussteigerhilfe Rechts, dem Beratungsnetzwerk gegen Rechts, NPD/DVU und Skinheads, ihre Musik, Symbole und Kennzeichen.
Unser eifriges Fotografieren und Notieren, wurde zwar teilweise kritisch beäugt, aber sonst war alles ruhig, sehr ruhig.




