Wie bereits am 17.03.2008 bei zwei Aktivisten unserer Kameradschaft geschehen, ist am heutigen Tage unser Freund und Kamerad, Landwirt Joachim Nahtz aus Eschede (Lk Celle) Opfer von polizeilicher Willkür und einer damit verbundenen Durchsuchung seines Anwesens geworden. Celler Beamte, sowie eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei, durchsuchten am heutigen Morgen das Grundstück und die dazugehörigen Gebäude, welches beispielsweise durch unsere Sonnwendfeiern bekannt sein dürfte. Auch bei dieser Hausdurchsuchung gehen wir von anderen Gründen aus, als sie in dem Durchsuchungsbeschluss genannt sind. Begründet wurde die Razzia mit dem Verdacht auf unerlaubten Waffenbesitz. Allerdings scheint es im Landkreis Celle momentan an Gründen für unerwünschten Besuch durch Staatsdiener nur so zu wimmeln. Bereits am 11. März wurden in Meißendorf (LK Celle) sieben Objekte durchsucht, Grund hierfür waren angeblich „rechtsgerichtete“ Jugendliche und heranwachsende mit Luftgewehren etc., welchen man die Bildung einer Wehrsportgruppe nachsagt. Der Erfolg der Ermittler ließ zu wünschen übrig. Ausbeute waren lediglich Dekowaffen, Softair-Waffen, Luftgewehre und ähnliches Spielzeug.
Am 17. März gab es den nächsten Einsatz. Dieses mal in den Privaträumen zweier Aktivisten unserer Kameradschaft, hier lautete der Beschluss auf den Verdacht der Volksverhetzung. Die Beute der Beamten ist auch hier relativ überschaubar. Zwei Rechner, ein Notebook, ein Mobiltelefon, ein paar Tonträger sowie ein Batzen Bargeld.
Auch heute waren die Beamten nicht sonderlich erfolgreich, jedoch konnten sie zumindest etwas ähnliches wie eine gefährliche Waffe erbeuten, wiederum eine Dekowaffe. Natürlich wird sich, wie so oft, am morgigen Tag die Presse darauf stürzen und vom schwer bewaffneten „Nazi“ sprechen. Jedoch wird auch dieses ohne nennenswerte Probleme vorübergehen.
Natürlich sind besonders bei den Durchsuchungen vom 17. März, sowie die der heutige Aktion, ganz andere Gründe ausschlaggebend für das System, als in den Durchsuchungsbeschlüssen angegeben. Eines der Opfer der Razzien vom 17. März ist zugleich der Anmelder der Demonstration nationaler Sozialisten am 1. Mai in Hannover. Einen Tag später wurde ihm die Verbotsverfügung für eben diese Veranstaltung übergeben. Beamte des Celler Staatsschutzes, wussten bereits vor der Zustellung des Verbots von diesem. Komische Zufälle gibt es. Besonders komisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Beschluss für die Durchsuchung bereits am 16. Februar ausgestellt wurde, jedoch erst unmittelbar vor dem Verbot von Hannover „zugeschlagen“ wurde. Man könnte auf die Idee kommen, die Beamten suchten eher nach Informationen und Rechnerdaten, als nach volksverhetzendem Material. Natürlich könnte man auch der Auffassung sein, wenn die Rechner und Telefone weg sind, erschwert dieses ein sofortiges Reagieren auf das Verbot der Demonstration zum Arbeiterkampftag. Selbstverständlich sind das alles nur Spekulationen!
Ähnlich wird es sich mit der Durchsuchung am heutigen Tage verhalten, nicht eine Dekowaffe sollte gefunden werden, sondern vielmehr irgendetwas woraus man so richtig etwas Schlimmes hätte zaubern können. Stellt doch der Kamerad Nahtz seit über zwanzig Jahren sein Grundstück für allerhand nationale Veranstaltungen bereit. Dieses ist dem System besonders in den letzten zwei Jahren böse aufgestoßen, organisieren doch heutzutage die „freien Kameradschaften“ dort die Veranstaltungen am laufendem Band, teils mit annähernd dreihundert Teilnehmern.
Diesem “Spuk” will man ein Ende bereiten, findet man doch kein Gesetz oder ähnliches was diese Zusammenkünfte auf Privateigentum verhindern könnte.
Klar dürfte jedoch trotzdem sein, dass die politische Arbeit in Celle jetzt erst richtig los geht! Die nächste Sonnenwende wird noch größer und die Gerichte werden feststellen müssen, dass der 1. Mai in Hannover stattfindet!
Zeitungsbericht der CZ vom 20.03.2008:
Razzia bei Nahtz: Polizei findet Waffe
Immer wieder stellt Joachim Nahtz aus Eschede sein Grundstück für Treffen von Rechtsextremisten zur Verfügung. Doch nicht wegen seiner politischen Gesinnung, sondern wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz wurden gestern Morgen sein Hof und sein Grundstück von Beamten der Celler Polizei sowie einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Hannover durchsucht. Tatsächlich wurde eine Waffe gefunden.
ESCHEDE. Gestern Morgen gegen 9 Uhr: Eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Hannover sowie weitere Beamte der Celler Polizei beginnen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz am Rande von Eschede mit der Durchsuchung. Als die Polizei anderthalb Stunden später wieder abrückt, nimmt sie eine Langwaffe mit aufgepflanztem Bajonett mit. „Wir haben eine Waffe Karabinerart gefunden. Das Landeskriminalamt wird jetzt feststellen, ob die Waffe schussfähig ist oder ob es sich um eine Deko-Waffe handelt“, sagte gestern Mittag Polizeisprecher Guido Koch in Celle.
Mit einem richterlichen Durchsuchungsbescheid, ausgestellt vom Amtsgericht Celle, hatten sich die Beamten auf den Weg gemacht. Vorausgegangen waren nach Angaben von Koch Zeugenaussagen bei der Polizei, wonach auf dem Grundstück von Nahtz mehrere Waffen zu finden sein würden. Die Staatsanwaltschaft hatte darauf hin die Durchsuchung beim Gericht beantragt.
Eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei sei zum Einsatz gekommen, weil es sich um ein großes Anwesen handle, sagte der Polizeisprecher. Wohnhaus und alle Nebengebäude seien unter die Lupe genommen worden. „Wir haben das komplette Areal durchsucht“, sagte Koch. An dem Einsatz waren auch Hundeführer mit ihren Vierbeinern beteiligt.
Nahtz hat nach Polizeiangaben keine waffenrechtliche Erlaubnis, Schusswaffen zu besitzen. „Sonst hätten wir nicht durchsucht“, sagte Koch. Sollte nach der Untersuchung der Waffe ein Verstoß nach dem Waffengesetz vorliegen, muss Nahtz wenigstens mit einer Geldstrafe rechnen.
Die gestrige Durchsuchung bei Nahtz ist nicht die erste. Bereits am 3. Februar 1993 hatten Hamburger und Celler Polizeibeamte auf Anordnung des Amtsgerichts Hamburg das Anwesen durchsucht und dabei zwei Kleinkalibergewehre, ein Luftgewehr und eine Luftpistole beschlagnahmt. Entweder aus Dummheit oder aus Faulheit seien die geerbten Waffen nicht angemeldet worden, hatte damals ein Sprecher der Celler Kriminalpolizei gesagt. Vorausgegangen war eine Wehrsportübung der Nationalen Liste Hamburg im Oktober 1992. Bei der Durchsuchung waren damals neben den Waffen auch eine Reichskriegsflagge und SS-Liedgut gefunden worden.Joachim Gries



