Folgenden Brief verfasste ein Besucher unserer Sommersonnwendfeier vom 20. Juni 2009. Gedacht war dieses Schreiben, um der Samtgemeinde und ihren Anwohnern vor Augen zu führen, wie unsere Brauchtumsfeiern aus der Sicht eines älteren Eschedeer Bürgers wirklich vonstatten gehen.
Um Anfeindungen und schlimmeres seitens verwirrter „Anti“ Faschisten und „Gutmenschen“ vorzubeugen, verzichten wir an dieser Stelle auf die Namensnennung des Verfassers!
An
Herrn
Günter Berg
Samtgemeindebürgermeister
Rathaus
Bericht Sonnenwendfeier auf dem Hofe Nahtz
Sehr geehrter Herr Berg,
wie versprochen hier meine Eindrücke von der Sonnenwendfeier am 20. Juni auf dem Hofe Nahtz. Ich schlage vor, Sie lassen sich zum Vergleich von Staatspolizei und Verfassungsschutz Kopien der Berichte der jeweiligen V-Männer geben. Von einem nahegelegenen Feldweg aus wurde der Festplatz längere Zeit fotografiert, möglicherweise wurden auch Gespräche mitgehört, so daß meine Angaben überprüfbar sind. In der Anlage gehe ich auf den Arbeitskreis Gemeinsam gegen Extremismus ein und gebe anschließend ein paar Hinweise zur Zeitgeschichte.
Wie üblich kontrollierte ein beeindruckendes Aufgebot freundlicher Polizisten an der Zufahrt Zum Finkenberg die Besucher. Da die Kameradschaft 73 dankenswerter Weise in Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Schlaglöcher auf dem Wege beseitigt hatte, konnte ich bequem mit dem Rad fahren. Eher amüsant die Kritik an dieser Zusammenarbeit durch linke Kreise: aufgefüllte Schlaglöcher als Argumente gegen Rechts! Sie sollten sich lieber freuen, daß die Gemeinde Geld sparen konnte und Polizei, die VS-Spitzel und andere Besucher nun ohne großes Geholper zum Hofe Nahtz kommen.
Da die Sonnenwendfeiern private Veranstaltungen sind, bat ich Herrn Nahtz um eine Einladung, um mir ein persönliches Bild über den Ablauf dieser altehrwürdigen Brauchtumsfeier zu machen. Um es vorab zu sagen, es war ein schönes Erlebnis, friedlich und locker, eher ein Familienfest und erstaunlich – bis auf den relativ kurzen offiziellen Teil – unpolitisch. Ich habe mich bei den jungen Leuten, die sich für etwas einsetzen, wirklich wohl gefühlt. Niemand hat mich ‚angemacht’, es gab weder menschenverachtende, noch fremdenfeindliche Hetzreden oder ähnliches.
Insgesamt waren es rd. 280 Teilnehmer, die meisten um Mitte 20, aber auch einige Ältere waren erschienen. Junge Paare mit ihren Kindern vom Säugling bis zu 6- oder 8-Jährigen brachten zusätzlich eine fröhliche Note in den Kreis. Viele der jungen Männer waren mit ihren Freundinnen gekommen und nach meinem Eindruck war die Stimmung bestens und alle haben sich gut amüsiert. Es war eine ausgezeichnet – das möchte ich hervorheben – organisierte kameradschaftliche Zusammenkunft.
Die Tische im Hauptzelt waren mit Blüten und Grün geschmückt, alles sauber und ordentlich. In einer Ecke lagen auf einem Tisch Zeitschriften zur deutschen Geschichte aus, die man z. B. auch am Bahnhof in Celle bekommt. In einem anderen Zelt wurde gegrillt, Nudelsalat angeboten und Getränke ausgegeben. Bier gab es erst nach dem offiziellen Teil, nach Abbrennen des Feuers. Die jungen Frauen boten Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen an. Propagandamaterial Fehlanzeige.
Begrüßt habe ich eine kleine Broschüre über das Folterlager der Engländer in Bad Nenndorf, über das im vergangenen Jahr der Manchester Guardian ausführlich berichtet hatte. Deutscher Opfer alliierter Kriegsverbrechen zu gedenken sollte ein selbstverständlicher Akt nationaler Selbstachtung sein. Politischer Opportunismus verhindert das nur zu oft. Charakter und Gewissen werden von zu vielen Politikern als Last und nicht als Voraussetzung für politisches Handeln empfunden. Aber ohne Wahrheit keine Gerechtigkeit, ohne Gerechtigkeit kein dauerhafter Friede.
Vor dem offiziellen Teil konnte man essen, sich an diversen sportlichen Spielen beteiligen oder diskutieren und Erfahrungen und Erlebnisse austauschen. Es gab keinen Streit, keine Auseinandersetzungen und ebenso wenig ‚heidnische’ oder ‚nazistische’ Riten’ (revista Nr. 44, S. 3). Es war – ich betone es noch einmal – eine friedliche, harmonische Zusammenkunft Gleichgesinnter. Schade, daß trotz Einladung niemand von der Samtgemeinde den Mut aufgebracht hat, einmal an einer Sonnenwendfeier teilzunehmen. Nicht nur, um sich selbst zu informieren und die Angaben des VS zu überprüfen, sondern auch, um ein Zeichen für ein friedliches Miteinander in der Gemeinde zu setzen. Schließlich soll Politik ausgleichen und versöhnen, nicht entzweien.
Die ständigen Hinweise im Eschenblatt und der CZ auf ‚heidnische Riten’ sind lächerlich. Menschliches Leben begann nicht erst mit dem Aufkommen des Christentums. Es hat lange vorher großartige Kulturen (die auch von Gott waren) mit einer den christlichen Werten ebenbürtigen Ethik gegeben, die sogar positiv auf das Christentum eingewirkt haben.
Der offizielle Teil begann in der aufkommenden Dämmerung mit einem Fackelzug vom Hofe Nahtz auf den Festplatz mit dem riesigen Holzstoß, beeindruckend und feierlich. Fackelzüge – das sei angemerkt – sind ebenso wenig ‚nazistisch’ wie Sonnenwendfeiern. Wie diese haben sie eine über tausendjährige Geschichte und werden auch heute häufig veranstaltet – von Gewerkschaften, Jugendverbänden (auch sozialistischen), Vereinen und Kirchen (s. Weltnetz). Ich persönlich ziehe Sonnenwendfeiern dem Abfackeln von Autos, dem Einwerfen von Schaufenstern und ähnlichem vor.
Um das Feuer bildeten sich zwei große Kreise und es wurden die Lieder, Flamme empor und Ein junges Volk steht auf gesungen – die Gesangskultur ist allerdings noch verbesserungsbedürftig. Dann traten jeweils ein oder zwei Sprecher aus dem Kreis hervor und nannten ihre politischen Ziele: gegen die Arbeitslosigkeit, für die Volksgemeinschaft, für mehr Schutz der Familie und der Natur, gegen Überfremdung, gegen Geschichtsentstellungen und Schuldkult. Forderungen, mit denen sich jeder gute Deutsche eigentlich identifizieren müßte. Nichts auch nur annähernd ‚Menschenverachtendes’, ‚Nazistisches’ oder gar ‚Heidnisches’. Eins hat mich aber doch gestört, daß diese netten Jugendlichen mit Piercings und Tätowierungen dem Zeitgeist huldigen.
Vor und nach dem offiziellen Teil habe ich mich mit vielen Teilnehmern unterhalten, deren Geschichtskenntnisse sich wohltuend von denen der meisten Deutschen abheben. Die Probleme zwischen ‚links’ und ‚rechts’ ergeben sich nun daraus, daß wir uns in D zwei Geschichtsschreibungen leisten: die offizielle, uns von den Siegermächten aufgedrückte, die viele gläubig und ohne nachzudenken übernehmen, und die fälschlich als ‚Revisionismus’ diffamierte, der es um strikte Wahrheitssuche geht und wie wir wissen ist ‚Wahrheit’ für unsere Politiker kein Wert. Zum besseren Verständnis in der Anlage dazu ein paar Streiflichter. Diese jungen Menschen setzen sich für etwas ein, nämlich für ihr Land, und bringen dafür große persönliche Opfer. Sie nehmen Verleumdungen, Beschimpfungen und Benachteiligungen in Kauf. Es gehören heute großer Mut und ein fester Charakter dazu, eine eigene, von der offiziellen Politik abweichende Meinung offen zu vertreten. Dafür gebührt ihnen unbedingt Respekt und Anerkennung, sie vermitteln uns ein Stück Hoffnung.
Die Sonnenwendfeier auf dem Hofe Nahtz war ein schönes und beeindruckendes Erlebnis mit einem wohltuenden patriotischen Einschlag, fern jeder Hetze, jeder Aggressivität. Ich hoffe, auch zur nächsten Sonnenwende wieder eingeladen zu werden. Kommen Sie mit ?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr XXXX



